Kultur ohne Grenzen

 
 

 

 

 

Nachruf

Wir trauern um

Marijke Barkhoff

deren Tod nach langer und schwerer Krankheit uns tief erschüttert hat. Marijke gründete den Verein Kultur ohne Grenzen e. V. im Jahr 1999, war lange Zeit Vorsitzende des Vereins und zuletzt Ehrenvorsitzende.

Eine persönliche Begegnung brachte sie auf die Idee, sich um die Unterstützung von Exilkünstlern und -künstlerinnen bei ihrem Neuanfang in Deutschland zu kümmern und dadurch ein Zeichen für Toleranz und Integration zu setzen. Durch ihre herzliche und zupackende Art verdiente sie sich das Vertrauen und die Anerkennung ihrer Schützlinge, die ihr viel verdanken und sich durch sie als Teil einer großen Familie fühlen. Gewürdigt wurde dies u. a. im Jahr 2014 durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Wir werden Ihr ein ehrendes Andenken bewahren und die Arbeit im Verein nach besten Kräften in ihrem Sinne fortsetzen.

Unser besonderes Mitgefühl gilt ihrem Ehemann und der Familie.

Im Herbst werden wir auf Wunsch der Angehörigen ein Gedächtniskonzert für Marijke veranstalten.

Für den Vorstand

Hartmut Capellmann

Kultur ohne Grenzen e.V.




Dianka Kouamé und Sasan Azodi zu Gast bei Kultur ohne Grenzen

am Sonntag, 18.7.2021

im Biergarten des Kulturbahnhofs Jülich

„Musical roots from Ivory Coast“

Musik ohne Grenzen für Miteinander und Toleranz

Dianka Kouamé, Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin, stammt von der Elfenbeinküste. Sie singt in Souamlin, einem Dialekt aus der Stadt Ahondo, außerdem auf französisch, englisch und niederländisch. Dianka setzt sich für Werte wie Liebe, Freiheit, Respekt, sozialen Zusammenhalt und Frieden in der Welt ein. Sie wuchs in der Stadt Dabou an der Elfenbeinküste auf. Schon früh entwickelte Sie eine Leidenschaft für Musik, studierte an der School of Fine Arts in Abidjan die Kunst des Gesangs, des Tanzes und des Theaters und debütierte als Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin in einigen lokalen Chören und Balletten in Abidjan, bevor Sie nach Europa kam.

Sasan Azodi ist studierter Jazz-Gitarrist, Oud- und Bouzouki-Spieler und Komponist. Seinen iranischen Hintergrund verwebt er mit westlichen Klängen und Improvisationen.

Dianka und Sasan machen seit fast 20 Jahren gemeinsam Musik. Die Kompositionen des Duos basieren auf ausgearbeiteten Fragmenten die mit Hilfe der Improvisation stets zu etwas Neuem und Spannendem führen. Diese Art ihres Duospiels haben Sie in den letzten Jahren immer weiter verfeinert und ausgebaut. Den Zuhörern ergibt sich die Möglichkeit, in einen fragilen Klangkosmos, Musik ohne Grenzen, einzutauchen.

Bei dem zweiten Konzert der von Kultur ohne Grenzen veranstalteten Konzertreihe „Jülicher Afrikasommer“ wird das Duo ergänzt durch den aus Guinea stammenden Perkussionisten Karim Camara.

Beginn: 15:00 Uhr
Einlass: 14:00 Uhr
Eintritt frei - Die Künstler freuen sich jedoch über eine Spende

„Kultur ohne Grenzen“ vermittelt kostenfrei geflüchtete Künstlerinnen und Künstler und organisiert Konzerte, Vorträge und Ausstellungen. Der Verein wurde 1999 gegründet und im Jahr 2015 zweiter Preisträger des Deutschen Bürgerpreises, Deutschlands größtem Ehrenamtspreis.




„Romana Trajo“ begeisterte die Zuhörer im Biergarten

„Kultur ohne Grenzen“ präsentierte Musik der Roma und Sinti

Die zweite Vorsitzende Karin Stracke begrüßte stellvertretend für den ersten Vorsitzenden Hartmut Capellmann und teilte dem Publikum mit, dass dieses Konzert dem kürzlich verstorbenen Peter Capellmann gewidmet ist.

Die Musik der Roma und Sinti ist so vielseitig wie ihre Geschichte. Innerhalb dieser Volksgruppe spielte die Musik immer schon eine große Rolle im kulturellen und sozialen Leben. Auch bei den Mitgliedern des Ensembles „Romana Trajo“ merkte der Zuhörer schon sehr bald, mit welchem Stolz und welcher Würde sie ihre Zugehörigkeit dieser Volksgruppe leben. In der Musik findet dieser Stolz besonders emotionalen Ausdruck.

Wieder einmal war es dem Verein „Kultur ohne Grenzen“ gelungen, besondere Künstler in den Biergarten des Kuba einzuladen. Viele Zuhörer waren der Einladung gefolgt und gingen bei den Liedern begeistert mit. Beata Burakowska (Gitarre und Gesang) führte charmant durch das Programm und erzählte von dem Lebensgefühl der Sinti und Roma, von dem auch die Texte der Lieder erzählten. Die Freude am Musizieren war deutlich spürbar. Instrumente, Tanz und Gesang sind auf jedem Fest, aber auch aus Alltag der Roma nicht wegzudenken. Große Zusammengehörigkeit, der Stolz auf die Tradition der Familien und Gruppierungen wird spürbar.

Besondere Bedeutung kam bei den traditionellen und eigenen Kompositionen, die das experimentierfreudige Ensemble spielte, der Geige zu, gespielt von Alexander Meyen. Virtuos dargeboten waren seine Soloparts ein besonderes Hörvergnügen. Moderne Möglichkeiten nutzte Miki Jankivic am Keyboard. Er brachte den Klang verschiedenster traditioneller Instrumente ein und erwies sich als glänzender Sänger. Dani Lakatosz am Cajon ergänzte die Musikergruppe mit rhythmischer Begleitung. Mit viel Applaus bedachten die Zuschauer die Tanzeinlage von Beata Burakowska. Leider durfte aus Corona Gründen weder mitgetanzt noch mitgesungen werden. Dafür war aber zumindest rhythmisches Klatschen möglich. Alte Tradition, moderne Interpretation und Ausdruck starker Gefühle von überschäumender Freude bis zu tiefstem Schmerz sprach aus den Liedern, deren Musiksprache spanische, rumänische, ungarische, russische und türkische Einflüsse aufwies.

Treffend und aussagekräftig ist das Zitat aus einer Legende des Roma Volkes „Als die Welt fertig erschaffen war und es nicht mehr viel zu verteilen gab, blieb für die zu spät gekommenen Roma eins übrig: die Musik“. Für die Darbietung dieser ergreifenden und mitreißenden Musik gab es viel herzlichen Applaus und Bravo Rufe von dem begeisterten Publikum im Biergarten.









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